Horst Stasny, geboren 1941 in Salzburg, könnte man als lebende Legende der österreichischen Fotografie bezeichnen. Die Anfänge seiner Karriere schildert er selbst so: „Mein Großvater arbeitete in Wien bei verschiedenen Portraitfotografen und machte sich 1930 in Bruck an der Großglocknerstraße – einem kleinen Dorf im Pinzgau – selbständig. Meine Mutter übernahm nach dem Krieg das Portraitatelier. 1962/ 63 arbeitete ich dann bei Heinz Simonis in Wien und legte damit die Basis zur Werbefotografie. Diese faszinierte mich deshalb, weil sie quer durch den Garten alle Gebiete der Fotografie berührt.“

Ab 1966 stellte Stasny seine Bilder in größerem Rahmen aus, bald auch auf internationalem Terrain. Später wurden seine Arbeiten von renommierten Magazinen wie Abitare, Domus oder Marie Claire abgedruckt. Und letztlich war es die Werbung, die ihm zu Auszeichnungen in den USA, in England, Deutschland, der Schweiz und in Österreich verhalf. Seit 1997 konzentriert sich der in Thalheim bei Wels lebende Stasny wieder auf künstlerische Arbeiten und auf Ausstellungen. So waren die Bilder des Österreichers unter anderem in Peking, Moskau, Los Angeles oder Zürich zu sehen.

Sein Werk ist geprägt durch eine außergewöhnliche Bandbreite und durch eine besonders intensive Auseinandersetzung mit Schwarz, Weiß und allem, was dazwischen liegt. Horst Stasny sagt dazu: „Ich liebe den Kontrast. Während ich einige Architekturstudien in grellen Farben darstellte, mag ich bei vielen Serien – vor allem mit Menschen – ein Zurücknehmen der intensiven Farben. Das ist nicht reines Schwarz-Weiß und hat doch eine gewisse Farbanmutung.“ Selbst in der schillernd bunten Welt der USA blieb Stasny seiner Haltung treu: „Ich habe für Paramount Las Vegas – also eigentlich den grellsten Ort, den man sich vorstellen kann – in Schwarz-Weiß fotografiert, das letztlich in Duplex gedruckt wurde. Es war zwar mit Überzeugungsarbeit verbunden, wurde aber ein ganz spezielles Projekt.“

Die Bilder sind für Fachleute durch ihre technische Perfektion bemerkenswert, für ungeschulte Betrachter bieten sie darüber hinaus meist ein kleines Augenzwinkern. Etwa, wenn Stasny katholische Patres auf Turngeräten posieren lässt oder den Dirigenten Welser-Möst als Taktgeber ins Ruderboot verfrachtet. „Mich interessieren Menschen“, sagt der Fotograf, „ und der leichteste Zugang zu ihnen ist sicher der Humor. Er bricht auch bei Nicht-Models das Eis und lässt sie natürlicher agieren.“

Im Atelier Jungwirth ist ein repräsentativer Querschnitt seiner Arbeiten zu sehen. Künstlerporträts, etwa von Maria Lassnig oder Hubert von Goisern, Werbesujets für nationale und internationale Marken, Fotojournalismus für diverse Magazine und Serien wie „Christbaum brennt“ oder „Mühlviertler Bauer“.


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