Arnold Odermatt
1948 wurde Arnold Odermatt Polizist im Schweizer Kanton Nidwalden. Damals fertigte man an Unfallorten noch Skizzen an, um das Geschehen rekonstruieren zu können. Arnold Odermatt hingegen bediente sich dabei einer Rolleiflex und trug so nicht nur zur Entwicklung der Schweizer Polizeiarbeit bei, sondern auch zu einer neuen und äußerst interessanten Perspektive der Dokumentarfotografie.

Bei seiner Arbeitsweise war er auch beeinflusst vom Stil der Magnum-Fotografen, insbesondere von Werner Bischof, den er persönlich kennenlernte. Die Bildsprache Odermatts ist zumeist bewusst nüchtern. Schauplätze und Objekte, wie in seiner mittlerweile weltberühmten Serie „Karambolage“, stehen im Zentrum der Darstellung. Trotz der notwendigen Reduktion gibt es auch einen klaren künstlerischen Zugang, der allerdings vorerst den allermeisten Betrachtern entging.

Odermatts Sohn Urs war der erste, der die Fotografien seines Vaters, die immerhin einen Zeitraum von vier Jahrzehnten umfassen, aus dem Polizei-Kontext löste und damit in viele internationale Galerien und Museen brachte. So waren die Bilder etwa 2001 auf der Biennale in Venedig zu sehen, 2002 im Art Institute of Chicago oder in den vergangenen Jahren in New York, Paris, Straßburg und Berlin. Einige Fotografien aus der „Karambolage“-Serie wurden jüngst auch im Kunsthaus Graz in der Ausstellung „damage control“ gezeigt.  

Arnold Odermatt wirkte außerdem in Filmen seines Sohns Urs mit, insbesondere in der Verfilmung seiner Lebensgeschichte unter dem Titel „Wachtmeister Zumbühl“. Über sein Werk sind eine Reihe von Büchern erschienen. Urs Odermatt hat die Fotografien seines Vaters in die Werkgruppen Meine Welt, Karambolage, Im Dienst und In zivil geordnet. Im Mai 2015 feiert Arnold Odermatt seinen 90. Geburtstag.


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